Das war die Jurysitzung des German Innovation Award 2026

Der German Innovation Award versteht Innovation als wirksame, relevante und umgesetzte Lösung. Ausgezeichnet werden Projekte, die konkrete Herausforderungen adressieren, sich klar vom Bestehenden unterscheiden und ihre Praxistauglichkeit bereits unter Beweis gestellt haben. Entscheidend ist das überzeugende Zusammenspiel von Nutzerorientierung, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, technischer Reife und Zukunftsfähigkeit.
Die interdisziplinär und paritätisch besetzte Jury vereint Expert*innen aus Industrie, Forschung, Gesundheitswesen, Technologie und Markenführung. Mit dabei sind unter anderem Vertreter*innen von Roche, Adobe, BLANCO oder dem Fraunhofer-Institut. Diese Vielfalt an Perspektiven ermöglicht eine fundierte und ausgewogene Bewertung der Einreichungen aus insgesamt 23 Ländern.

Trends und Tendenzen des Wettbewerbsjahres
Die Einreichungen spiegeln zentrale Zukunftsthemen wider: Gesundheit, KI-gestützte Automatisierung, nachhaltige Energie- und CO₂-Lösungen sowie resiliente Infrastrukturen.
Im B2B-Bereich dominierte die Optimierung von Prozessen und Systemen, häufig unterstützt durch Künstliche Intelligenz. Dr. Christopher Stillings, Director Global Strategy and Innovation Healthcare bei RENOLIT, ordnete dies ein:
„Eine der großen Herausforderungen unserer vernetzten Welt spiegelt sich auch in den B2B-Einreichungen wider: die Supply Chain und ihre Prozesse. Daraus ergeben sich zentrale Fragen zu Nachhaltigkeit und Materialflüssen ebenso wie zu Robotik, Logistik und Effizienz. Gefragt ist ein konsequent vernetztes Prozessdenken.“
Im B2C-Kontext überzeugten vor allem niedrigschwellige, intuitive Lösungen. Isabelle Gola, Global Head of Sustainability bei Bosch Power Tools, beobachtete einen klaren Trend: „In der Disziplin B2C war ein klarer ‚Back-to-the-roots‘-Trend erkennbar. Innovation ist nicht immer nur Technik, sondern eine Antwort auf gesellschaftliche Bedürfnisse, die Alltag, Umwelt und Lebensqualität verbessert.“
„Neben High-Tech-Lösungen spielen low-tech Produkte eine wichtige Rolle: Schon einfache Innovationen, die beispielsweise den Energieverbrauch sichtbar machen, können niederschwellig ein Umdenken in der Gesellschaft auslösen.“
– ergänzte Marcel Moritz, Global Head of Design & Innovation bei BLANCO.
Authentizität und strategische Verankerung
Neben technologischer Exzellenz rückten soziale Verantwortung, Inklusion und eine klare strategische Einbettung der Innovation in den Fokus. Die Diskussionen zeigten: Innovation muss nicht kompliziert sein – entscheidend sind Substanz, Glaubwürdigkeit und ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Zielgruppen.
Welche Projekte ausgezeichnet werden, wird bei der Award Ceremony am 12. Mai 2026 in Berlin bekannt gegeben. Dort erhalten die Preisträger*innen ihre Bühne – und der German Innovation Award setzt erneut ein starkes Zeichen für Innovationen mit Wirkung.






